KONZEPT

ArtEvent als Kunstereignis

ArtEvent bedeutet so viel wie „KunstEreignis“ und damit steckt der Name schon einen größeren Rahmen ab, als eine reine Ausstellung von Kunst es versprechen würde.

2010 feiert die Veranstaltung ArtEvent ihr 10-jähriges Bestehen. Diese Aussage suggeriert eine Statik, die in der Tat nicht besteht. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren verändert, ja, weiterentwickelt im besten Sinne des Wortes: Aus der ursprünglichen Kunstausstellung, bei der eine sich jedes Jahr neu formierende Künstlergemeinde Arbeiten aus der jüngsten Schaffensperiode zeigte, ist eine feste Gruppe geworden, die einmal im Jahr zwei Wochen lang thematisch zusammenarbeitet. Dreizehn Künstler aus Stahnsdorf und Kleinmachnow laden jedes Jahr an einen anderen Ort. Ein ausgewählter Gast macht das Miteinander immer wieder spannend.

In vorrübergehend leer stehenden Immobilien mit für die Region bedeutender Geschichte, aber auch unter freiem Himmel wurde schon gearbeitet. Dabei geht es darum die eigene Kunst – sei es Fotografie, Bildhauerei, Malerei oder Textilkunst – mit vor Ort Vorgefundenem zu einem gemeinsam klingenden, schrillen oder harmonischen Mosaik zu verbinden.

Die Kunst kann sich in einem selbstgesteckten Rahmen innerhalb eines Formates mit einer Farbe auseinandersetzen, sie kann Bezug nehmen auf die Geschichte eines Ortes, vorhandenes Material benutzen, Räumlichkeiten entfremden oder vergessene Räume bewusst erfahrbar machen. Kunst an einen Ort zu bringen, der ursprünglich nicht als Galerie gedacht ist, verändert nicht nur die Kunst, sondern auch die Wahrnehmung des Betrachters.

Manchmal bleibt nach dem Event etwas vor Ort zurück, was erst langsam von Raum und Zeit oder der Natur zurückerobert werden will – ein leises Echo der Veranstaltung. Meistens aber hinterlässt das ArtEvent nur seine überraschenden Spuren in der Erinnerung der Besucher: Kunst lebt und bewegt (sich).